Kyokushinkai

Geschichte

Der Gründer unseres Karate-Systems, Masutatsu Oyama, wurde 1923 in der Nähe von Seoul Süd-Korea geboren. Mit neun Jahren begann er Judo zu erlernen. Im Alter von 12 Jahren kam er nach Japan, wo er die Universität besuchte. Nach dem Abschluss seines Judo-Studiums wurde er ein Karate-Schüler von Gichin Funakoshi. Er machte dabei solche Fortschritte, dass er im Alter von 17 Jahren 2. Dan, mit 24 Jahren bereits 4. Dan war.

Während des Krieges wurde er zum Militär eingezogen. 1947 gewann er die „All Japan Karate Championchips“.

Nachdem er sich entschlossen hatte, den Rest seines Lebens der Lehre des Karate zu widmen, verbrachte er die nächsten Jahre abseits der menschlichen Gesellschaft. Er lebte in Klöstern und in den Bergen, wo er sich Tag und Nacht den physischen Anforderungen, die die Kampfkünste stellen, unterwarf. Er meditierte in dieser Zeit, Erleuchtung suchend, nach den Zen-Prinzipien, kämpfte gegen wilde Tiere, zerschmetterte Bäume und Steine mit bloßen Händen und meditierte unter eisigen Wasserfällen etc. – 1951 kehrt er in die Zivilisation zurück und eröffnete seine ersten Trainingsräume.

Seine sensationellen Fähigkeiten wurden schnell bekannt. Unter anderem tötete er einen ausgewachsenen Bullen mit den nackten Fäusten.

Nach vielen erfolgreichen Reisen, in denen er seine Fähigkeiten demonstrierte, entstanden überall in der Welt neue Karate-Trainingshallen.

1965 wurde das gegenwärtige Kyokushinkai-Hauptquartier Honbu eröffnet. Derzeit ist Kyokushinkai in 60 Ländern organisiert.

Was ist Kyokushinkai?

Karate ist sowohl eine Kampf-Kunst wie auch eine Philosophie. Jeder Mensch entwickelt eine von seinen Mitmenschen unterschiedliche Persönlichkeit. Dies spiegelt sich auch in der unterschiedlichen Interpretation des Karate wider. Auf dieser Basis gründeten Karate-Meister ihre eigenen Schulen, in denen sie ihre Form des Karate und ihr Verständnis dafür vermitteln.

Kyokushinkai ist der Name unserer Stilrichtung. Sie wurde gegründet durch Masutatsu Oyama.

Kyoku: endgültig; höchst, vollendet

Shin: Wahrheit; Wirklichkeit

Kai: verbinden: zusammentreffen

Kara: leer

Te: Hand

Unsere stilrichtung ist eine Budo-Kunst, die sich stark an den kriegerischen Traditionen Japans orientiert. Durch ihre stark kampforientierte Ausrichtung und durch das Vollkontakt-Wettkampfsystem stellt das Kyokushin-Karate ein höchst effektives Selbstverteidigungssystem dar, in dem der waffenlose Kampf gelehrt wird.

Obwohl sich das Kämpfen bei vielen aktiven größter Beliebtheit erfreut, sind auch andere Elemente die Eckpfeiler eines jeden Karatetrainings. Hiermit sind das Kihon- und das Kata-Training gemeint, denen auch unser Stilgründer Masutatsu Oyama eine große Bedeutung zuschrieb.

Im Kihon werden Basistechniken (Stände und die Fortbewegung in ihnen, Schlag-, Tritt- und Blocktechniken) gelehrt, die erst die Grundlage für ein erfolgreiches Kämpfen schaffen.

Im Kyokushin-Karate gibt es 25 verschiedene Katas, die ebenso wie das Kihon und Kumite Kampf Bestandteil eines umfangreichen Prüfungssystems sind. Eine Kata stellt eine festgelegte Bewegungsabfolge dar, in der sowohl Schlag-, Tritt- und Blocktechniken, als auch karatespezifische Stände vorkommen. Die korrekte und dynamische Ausführung der Techniken ist hier ein wichtiges Leistungskriterium.

Sosai Oyama nannte drei wichtige Kriterien für die Meisterung einer Kata:

1.) Geschwindigkeit der Technik

2.) Berücksichtigung der Trefferpunkte

3.) Kontrolle der Atmung

Für Masutatsu Oyama stellte „Tensho“ die wichtigste Kata dar.

Es gibt viele Gründe sich mit dem Kyokushin-Training zu befassen. Neben der Möglichkeit zur Selbstverteidigung erhält der Übende einen enormen Zuwachs an körperlicher Fitness. Doch gerade auch im mentalen Bereich eröffnen sich viele Möglichkeiten. Ein geistiges Selbstwertgefühl führt zu einer höheren Lebensqualität und der Karateka gewinnt einen Blick fürs Wesentliche.

Ein wichtiges Anliegen im Karatetraining ist die Vervollkommnung des Charakters.

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Geschrieben von: Administrator
Freitag, den 30. April 2010 um 18:49 Uhr

Dojo Eid

Wir wollen unser Herz und unseren Körper trainieren, um eine feste und aufrechte geistige Haltung zu erreichen.

Wir wollen nach den wahren Grundsätzen der Selbstverteidigung leben, so dass unsere Sinne zur rechten Zeit wachsam sein können.

Wir wollen mit aller Kraft um Selbstbeherrschung bemüht sein.

Wir wollen unsere Mitmenschen achten, unsere Lehrer respektieren und uns von Gewalttätigkeit fern halten.

Wir wollen unseren religiösen oder philosophischen Grundsätzen folgen und nie den wahren Wert der Selbstlosigkeit verkennen.

Wir wollen nach Weisheit und Stärke streben, ohne uns durch neidische Wünsche selbst zu behindern.

Mit Hilfe des Karatetrainings wollen wir immer versuchen, unser Dasein nach den wahren Grundsätzen unseres Lebens auszurichten.